Bei fortgeschrittenem Bandscheibenverschleiss kann es zur Instabilität / Wirbelgleiten und Verformung der Wirbelsäule in der frontalen Ebene kommen. Diese Krümmung der Wirbelsäule ist bekannt man unter dem Fachbegriff degenerative Skoliose.
Die Instabilität der Lendenwirbelsäule (Wirbelgleiten bzw. Spondylolisthese) und die Krümmung der Wirbelsäule können zu chronischen Schmerzen im Lendenwirbelberiech und/oder ausstrahlende Schmerzen in den Beinen führen.
Degenerative Skoliose und Instabilitäten / Wirbelgleiten gehören zu den komplexen Erkrankungen der Wirbelsäule, da die Krümmung der Lendenwirbelsäule in mehreren Ebenen und bis zu hohen Verformungsgraden erfolgen kann.
Fortgeschrittene Verformungen, Krümmungen und Instabilitäten der Wirbelsäule benötigen ebenfalls fortgeschrittene Techninken der Wirbelsäulenchirurgie, wie z.B. den ventralen Zugang eines Bandscheibenersatzes und die Fusion von der Seite (OLIF), die es erlauben grossflächige Implantate zur Krümmungskorrektur einzusetzen.
Dieses Videozeigt einen Fall einer 53 Jahre alten Patientin, die aufgrund ihrer starken Rückenschmerzen nur mit Hilfe eines Gehstocks gehen konnte. Schon 12 Stunden nach der Chirurgie war die Patientin imstande eigenständig und ohne Schmerzen zu gehen und wurde nach weniger als 48 Stunden nach der Operation von der Klinik nach Hause entlassen.
OLIF ist eine fortgeschrittene chirurgische Technik für die Wirbelsäule, die es erlaubt einen grossflächigen Bandscheibenersatz in die Bandscheiben einzufügen und damit hochgradige Krümmungen und Instabilitäten der Lendenwirbelsäule zu kompensieren.
OLIF ist eine minimal invasive Chirurgie, die anhand von einem nur 4-5 cm langen Hautschnitt an der Bauchseite durchgeführt wird und damit eine schnelle Genese des Patienten ermöglicht. Ein/e Patientin/in kann meistens 4-5 Stunden nach der Operation bereits selbstständig gehen und kann innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Operation vom Krankenhaus entlassen werden.
Die Vortiele von OLIF im Vergleich zu anderen chirurgischen Techniken von der Seite, wie z.B. XLIF, sind mehrfach: OLIF schont den Psoas-Muskel, da der Zugang an der Wirbelsäule von vorne am Psoas vorbei erfolgt. Der OLIF Zugang schützt damit die Nerven (femoralis und y genitofemoralis) und den lumbaren Plexus vor möglichen Schaden. Dadurch werden bei OLIF Beschwerden wie ausstrahlende Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühl und/oder Muskelschwäche an den Beinen nach der Operation vermieden (Beschwerden, die nach XLIF oft beobachtet werden können).