Minimalinvasive Chirurgie

Endoskopie der Lendenwirbelsäule

Endoskopie der Lendenwirbelsäule, ein Überblick

Interview mit dem Arzt


Die Endoskopie an der Wirbelsäule findet folgendermaßen statt:

> unter Lokalanästhesie
> durch einen nur 5 mm großen Schnitt in der Haut im Lendenwirbelbereich
> diese Methode ist sehr viel weniger aggressiv als eine offene Chirurgie (auch als Mini-Diskektomie bezeichnet, wo geschädigtes Bandscheibengewebe entfernt wird)
> der Schmerz lässt in der Regel schon wenige Stunden nach der Operation spürbar nach
> der Patient wird nach weniger als 24 Stunden nach der Operation bereits nach Hause entlassen



Die Endoskopie an der Wirbelsäule ermöglicht die Behandlung von:

> Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich
> Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung)
> Einklemmung des Nervs im Lendenwirbelbereich
> foraminale Verengung im Lendenwirbelbereich
> Kanalverengung der Lendenwirbelsäule
> Schmerzen in der Lenden- und der Halswirbelsäule
> von der Lendengegend ins Gesäss und ins Bein ausstrahlende Schmwerzen (Ischiasschmerzen) und von der Halswirbelsäule in Nacken und Arm ausstrahlende Schmerzen
> und weitere Erkrankungen der Lenden- und Halswirbelsäule


Der Bandscheibenvorfall

Bilder einer Opertion der Lendenwirbelsäule

Veranschaulichung eines Bandscheibenvorfalls, der eine Nervenwurzel eindrückt, was ausstrahlende Beinschmerzen verursacht


Interaktives Bild: bewegen Sie es nach links/rechts. Prä- und postoperative Bilder eines Bandscheibenvorfalls nach eine endoskopischen Chirurgie der Lendenwirbelsäule.



Endoskopie transforaminal (durch die Öffnungen zwischen den Wirbeln) der Lendenwirbelsäule


In der klassischen Wirbelsäulenchirurgie wird mit grossen Schnitten gearbeitet, um das zu operierende Gewebe genau zu erkennen, Blutstillung (Hämostase) zu kontrollieren und Platz für die benötigten Instrumente zu schaffen. Und damit auf jeden Fall der Druck auf die Nerven entlastet wird. Dies erfordert die Entfernung wichtiger struktureller Bestandteile der Wirbelsäule, die in der Regel durch Schrauben und Stäbe ersetzt werden.

Anstatt die Bewahrung der Mobilität und Funktionalität des Patienten in der Fordergrund zu stellen, wird davon ausgegangen, dass sich die Patienten an die eingeschränkte Bewegung und Funktion anpassen werden und letzten Endes diese zurückerhalten. Mit der Zeit, kann die Überlastung der Gelenke kann schmerzhaft werden und die Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein weiterer chirurgischer Eingriff nötig sein wird.

Heutzutage, mit der fortgeschrittenen Technologie, ist es möglich solch einen chirurgischen Eingriff bei einem Patienten mit einem minimalen Schnitt vorzunehmen. Dabei werden die Muskelfasern und das Gewebe mittels eines Monitors sichtbar gemacht und überwacht, es gibt kein Problem einer grösseren Blutung und es wird hochentwickelten, extrem feinen und dünnen Instrumenten gearbeitet. Diese Art der Chirurgie wird als “endoskopische Wirbelsäulenchirurgie” bezeichnet.

Durch die Minimierung der Agression gegen das Gewebe, in dem es nicht vollends “aufgeschnitten” (Sektion) wird, ist die Erholung und Genesung des Patienten sehr viel schneller. Zudem wird diese chirurgische Methode unter Lokalanesthesie durchgeführt und der Patient kann in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach der Operation aus dem Krankenhaus entlassen werden und bereits sein normales Leben fortführen.

Die postchirurgische medikamentöse Behandlung und die darauffolgende Einnahme von Arzneimittel verringert sich oder bleibt in vielen Fällen sogar ganz aus.

Dieses neue Verfahren und aufgrund der Minimierung der Instrumente, bedarf es ebenfalls der Anwendung hochentwickelter Techniken wie u.a. der Laser- oder Rediofrequenztechnik, um die Bandscheibenveränderungen in der Wirbelsäule zu eliminieren bzw. zu modifizieren.

Die endoskopische Chirurgie ermöglicht eine wirksame Behandlung von Nackenschmerzen, Nacken- und ausstrahlende Armschmerzen, Lendenschmerzen (Kreuzschmerzen) und Lendenschmerzen mit ausstrahlenden Beinschmerzen. Sie eignet sich vor allem auch dann als geeignete Methode, wenn es noch keine offensichtlichen neurologischen Auswirkungen auf den Nerv gibt, die Schmerzen aber bereits durch geschädigte Nervenbahnen in der Bandscheide auftreten. Wo die klassische Chirurgie noch keine Lösung bietet, kann durch das neue Konzept einer Endoskopie die entzündete Bandscheibe  behandelt weden, bevor sie gänzlich degeneriert ist.

Von einem Bandscheibenvorfall, mit oder ohne offensichtliche neurologische Auswirkungen, über eine foraminalen Stenose (Verengung) bis hin zu einer schlichten Bandscheibenvorwölbung, die dem Patienten Beschwerden bereitet, ist die minimalinvasive Operation eine bewährte Technik, mit geringem Risiko, um dem Patienten seine Lebenqualität wieder herzustellen.


Bild eines Bandscheibenvorfalls

Ein 4 cm langer Bandscheibenvorfall, der mittels einer endoskopischer Operation entfernt wurde


Videos von Operationen





Preguntas Frequentes Häufige Fragen

Häufige Fragen: Endoskopie

© Copyright – Morgenstern Institute of Spine, 2019.